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Strom und Licht zum Abschied

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News vom: 15.11.2017

In diesem Monat werden wir uns von San Gabriel zurückziehen. Seit Mitte Januar 2012 hatte eine Gruppe unserer Gemeinschaft für fünf Jahre dort ihren Apostolatsort gewählt, nachdem die Christen dort immer wieder um einen Priester gebeten hatten. Zum Abschied wollten wir nun noch einmal ein Projekt in Angriff nehmen, von dem die Menschen in dieser sehr armen Gegend auf Dauer profitieren können.

Nach vielen Gesprächen mit den Menschen dort haben wir uns für das Dorf Chupel entschieden, eine der äußerst abgelegenen Aldeas, die zu San Gabriel gehören. Acht Stunden – zu Fuß; eine Straße gibt es nicht! – sind sie von San Gabriel entfernt und haben weder Strom noch eine Wasserleitung. Zwar hatten sich einige Bewohner schon vor Jahren Solarplatten zugelegt, da es dort viel Sonne gibt. Aber nun waren die Batterien defekt, und auch manche der Solarplatten konnten nicht mehr repariert werden. Deshalb haben sie sich als Abschiedsgeschenk von uns Solarplatten gewünscht, was nun aus noch vorhandenen Spendengeldern auch umgesetzt werden konnte.

Von unserer Gemeinschaft fuhren Virginia Chanchavac und Annegret Laumann nach San Gabriel und haben die Aktion begleitet. Zwar blieb der große Lastwagen mit den Platten erst einmal auf der Strecke, wegen völlig verschlammter Straßen – aber mit Hilfe von 15 Männern wurde er dann doch wieder flott gemacht, und die Freude und die Dankbarkeit waren groß.
Die Abgeschiedenheit und die stundenlangen Wege (und welche!), um überhaupt irgendetwas kaufen zu können, werden den Bewohnern zwar weiterhin bleiben, aber nun gibt es wenigstens Strom und Licht im Dorf – und mit ihnen auch einen kleinen Lichtstreif am Horizont in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Das macht den Abschied ein wenig leichter …
Allen unseren SpenderInnen danken wir ganz herzlich, dass sie durch Ihre Hilfsbereitschaft dieses Projekt ermöglicht haben!


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